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Es ist kaum einzusehen wie Wilhelm HI. glauben konntedie Schlacht auf diese Weise zu gewinnen, da bei allerStärke seiner Front dieselbe doch nicht gradczu unzugäng-lich war und sich also die Kräfte endlich erschöpfen muß-ten, an eine offensive Reaction aber von seiner Seite garnicht gedacht war. Hätte er ein Drittheil seiner Kaval-lerie und Artillerie in der Gegend von Neerlanden zu ei-ner Offensive gegen den französischen rechten Flügel in Be-reitschaft gehabt, so hätte die Artillerie vielleicht eine tüch-tige Confusion hervorbringen und die Kavallerie sich dannmit Erfolg darauf werfen können; denn die französischeArmee stand aus Mangel an Raum im Centro in nichtweniger als acht Treffen hinter einander, jedes von demandern nur um ein Paar hundert Schritte entfernt.
Die Schlacht von Neerwinden hat unstreitig vielÄhnlichkeit mit der von Stccnkerke. In beiden machtedie Infanterie das Gefecht fast ganz allein mit Ausnahmeeiniger französischen Dragonerregimenter welche bei Stcen-kcrke zu Fuß mit fochten. In beiden wurde also die ur-sprüngliche Schlachtordnung aufgelöst und die Infanteriesuccessive in ein sehr anhaltendes Feucrgcfecht verwendet.Beide gleichen darin also mehr den neueren Schlachten,als den damaligen. Aber Wilhelm III. welcher dabei ge-wiß an Steenkerke und eine Vergeltung dafür gedacht hat,beachtete nicht, welchen Unterschied es machen mußte, daßer bei Steenkerke nur mit einer ganz schmalen Fronte,also nur auf einem Punkte durchdringen wollte und wah-rend dieser Anstrengung von dem französischen Heer nachund nach umfaßt wurde, während bei Neerwinden nichtallein seine ganze Front in jedem Augenblick bedrohet, son-dern auch seine Stellung wieder umfaßt war.
Neun Bataillone des verbündeten linken Flügels,