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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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50,000 Mann hatten und daß eben so viel Preußen un-ter Vlücher an der Maas wären. Wenn auch Bonapartemit solchen Äußerungen den Leuten nur Muth hatte ma-chen wollen, so ist doch wohl zu glauben daß er Welling-ton nicht über 60- bis 70,000 und Blücher nicht über8O- bis 90,000, Beide zusammen also etwa 150,000 ge-glaubt haben wird von denen, wie er gewiß voraussah,ein guter Theil nicht zur Schlacht kommen würde. Wenner in den Alemoiren die Starke beider Armeen ziemlich ge-nau angiebt, so muß uns das nicht irre machen; man stehtes diesen Angaben an daß sie aus spätern Nachrichten ge-zogen sind, und die Geringschätzung der Gegner war zusehr in Bonaparteö Weise, um sie nicht auch hier höchstwahrscheinlich zu finden.

Wenn sich nun Bonaparte in seiner Mitte, also zwi-schen Maubeuge und Givet, zusammen zog, welches dasKürzeste war, also wenn er überraschen wollte auch dasBeste, so befand er sich mehr Vlücher als Wellington gegen-über und zugleich war die große Maße der WellingtonschenTruppen um einen Marsch gegen Blücher zurück. Ging. ernun über Charleroi vor, so konnte es kaum fehlen daßer auf Blücher stoßen mußte, denn es war doch vorauszu-setzen daß beide Feldherren in Verbindung würden bleibenwollen und daß also Blücher sein Heer nicht auf dem rech-ten sondern auf dem linken Maasufer versiumneln würde.Der Weg über Charleroi führte also Bonaparte entwederauf Blüchers Hauptmaste selbst oder auf seinen rechtenFlügel. Auf Blücher zu stoßen und diesen zuerst anzugrei-fen war aber gewiß was Bonaparte vorzugsweise wünschte.Theils hatte er gewiß einen viel großem Ingrimm gegenBlücher und die Preußen als gegen Wellington und dieEngländer, theils waren die Preußen starker als jene und