§- 29.
Antu nft des Herzogs von Wellington.
Diese Anordtlungen waren gegen Mittag mit allerRuhe getroffen worden/ weil der Feind wie vorauszusehengewesen einen Angriff vor Mittag nicht beginnen konnteund den Abzug des Generals Zieten von Fleuruö in dieseAufstellung auf keine Weise belästigte.
Um 1 Uhr kam der Herzog von Wellington zumFeldmarschall Blücher bei der Windmühle von Bry an.Der Herzog sagte dem Feldmarschall daß seine Armee stchin diesem Augenblick bei L^uatrebraö versammele und daßer damit zu seiner Hülfe in wenig Stunden herbei eilenwerde; „à quatre heures je serai ici”, sollen seineWorte gewesen sei»/ indem er dem Pferde die Sporen gab.
Daß der Herzog mit seiner ganzen Armee in wenigStunden eintreffen könnte/ wäre eine unvernünftige Vor-aussetzung gewesen. Wellington meinte wohl Nichts da-mit als seinen linken Flügel vereint mit seiner Reservewelches immer 40 - bis 50/000 Mann waren. Beide Feld-herren glaubten die vereinte französische Macht gegen sichzu haben die man auf 130/000 Mann schätzte. Blücherhatte 80/000 Mann beisammen/ kam der Herzog mit 40*bis 50/000 Mann am so hatte man ungefähr das Gleich-gewicht der Kräfte. Auf Bülow'ö Ankunft rechnete mangleichfalls noch/ wenn man auch nicht ohne Unruhe dar-über war; kamen diese 35/000 Mann an/ so schien derSieg ziemlich gesichert zu sein. Waren nun diese Verhält-niffe auch nicht so vorthcilhaft wie man sie bei der gro-ßen Überlegenheit hätte haben könne»/ so schienen sie dochnicht ungenügend und ein Rückzug/ um die Schlacht einenTag aussetzen zu können/ wegen der exzentrischen RückzugS-
5 *