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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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die Schlacht würde dann am 16. Abends wahrscheinlichnicht entschieden worden sein oder in jedem Falle die fran-zösische Armee durch dieselbe viel mehr geschwächt.

3. Bei der Vertheidigung der Dörfer scheint dievom eigentlichen St. Amand ein schädliches trois d’oeuvregewesen zu sein. Sollte es ein vorgeschobener Posten sein,so muß man sagen daß solche Posten nur aus zwei Grün-den zu rechtfertigen sind.

а. Wenn sie an sich von großer Starke sind undalso den Angreifenden weil er sie nicht liegen lassen kann,zwingen an dieser Stärke unverhältnißmäßige Kräfte zuverschwenden, und noch gehört dazu daß außer der innemStärke sie auch von der Fronte der Armee mehr oder we-niger unterstützt werden; finden diese Vortheile sich nichtso erliegt ein solcher Posten dem umfassenden Angriffe desGegners, man verliert ihn bald und will man ihn wiedernehmen so verwickelt man sich oft in ein planloses undnachtheiliges Gefecht.

б. Zuweilen ist man genöthigt einen vorliegendenPunkt schon deshalb zu besetzen weil er dem Angreifendenbei seiner Annäherung zu viel Schutz gewähren würde. Indiesem Falle ist es ein nothwendiges Übel. Das eigentlicheSt. Amand hatte an sich keine große Stärke, es konntevon der Fronte der Armee fast gar nicht unterstützt wer-den und es beherrschte diese Fronte selbst nicht einmal hin-reichend um z. B- einen Angriff auf Ligny nicht zuzulassen.Unter dem ersten Gesichtspunkte war es also gewiß nichtzu besetzen. Unter den zweiten Gesichtspunkt kann man esallerdings in Beziehung auf das Dorf St. Amand-la-Hayebringen, dessen Vertheidigung es erschwerte weil es mit dem-selben zusammenhängt; aber doch nur an dem schmalenEnde in der Gegend des Schlosses wo eben dieses Schloß