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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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sich darin einzurichten, so war von der Mitwirkung dieserStellung nicht so viel zu erwarten um auf einen glücklichenWiderstand gegen einen sehr überlegenen Feind zu rechnen.

Bonaparte hat dem Marschall Ney den Punkt vonOuatrebraö bestimmt weil dort beide Chausseen zusammen-treffen und also der Weg von Brüssel nach Namur/ d. h.von Wellington zu den Preußen abgeschnitten wird. Nichtswar natürlicher als diese Bestimmung und wenn es vomMarschall Ney abgehangen hatte sie ohne Gefahr zu erfül-len/ so würde er Unrecht gehabt haben e§ zu unterlassen. Aberda Wellington durch das Erscheinen Neys bei Fraöne den-noch verhindert worden ist den Preußen auf der Chausseenach Namur zu Hülfe zu komme«/ so ist jene Versäum-niß ganz ohne Folgen geblieben und man kann nach denBetrachtungen welche wir hier angestellt haben dreist be-haupten/ daß/ was Ney auch am 15. Abends oder 16.Morgens that/ die gegen ihn und durch ihn herbeigeführ-ten Ereignisse entweder im Wesentlichen gar nicht andersausgefallen fein würden als sie ausgefallen sind oder vielschlimmer für das französische Korps.

Ney hat seinen Zweck die Wellingtonsche Hülfe abzu-halten vollkommen erfüllt; die Idee seiner Mitwirkung zurSchlacht von Ligny ist Bonaparte erst später/ nämlich nachseiner Rekogwöcirung der Blücherschen Stellung/ gekom-men und weil er von der Seite von Ney noch Nichtsvon einem beträchtlichen Feinde hörte. Damals war esaber zur Ausführung zu spät. Hätte er diese Idee amAbend des 15. gehabt/ so wäre eö thöricht gewesen Neyso stark zu machen; er würde dann lieber ein Korpö dieRömer-Straße hinunter gesandt haben um Blücher in denRücken zu fassen. Ney erst stark und nachher schwachzu machen wäre ja verkehrt gewesen/ da er im ersten Au-