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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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Diese Paradeaufstellung an deren Anblick er sich nochin der Erinnerung zu ergötzen scheint/ hat etwas Auffallen-des. Sie ist ganz ungewöhnlich/ denn man findet sie inkeiner der Bonapartifchen Schlachten; sie ist ganz unnütz/denn die Korps müssen sich zum Angriff doch erst wiederin Kolonnen fetzen. Anstatt seine Kräfte dem Feinde soViel als möglich zu verbergen wie Jeder thut und unver-merkt zu nähern/ läßt er sie sich so breit und systematischwie möglich entwickeln/ als käme es nur darauf an einSchaugericht zu geben. Man kann sich nur drei Veran-lassungen denken. Entweder wollte er seinen eigenen Leu-ten damit den Muth steigern oder er wollte dem Gegnerimponiren oder e§ war ausschweifende Spielerei eines nichtmehr ganz im Gleichgewicht stehenden Geistes.

Ob es ein wahrer Parallelangriss werden sollte/ obvorzugsweise daö Centrum durchbrochen oder ein Flügel ge-worfen werden sollte/ daö ist man nicht im Stande klareinzusehen/ weder aus den Maaßregeln die ergriffsn wur-den/ noch aus der Wendung welche daö Gefecht nahm undam wenigsten aus Dem was Bonaparte selbst über seinenPlan sagt.

Nach der Vertheilung der Kräfte und dem ersten An-rücken war es ein reiner Parallelangriss/ nach den Haupt-bestrebungen im Verlause der Schlacht sollte daö Centrumdurchbrochen werden. Dies Letztere scheint aber mehr dieEingebung augenblicklicher Noth als reiner Plan gewesenzu sei«/ und wir haben von den Angrissöanordnungen nurfolgende nicht sehr charakteristische Hauptmomente anzugeben. -

Das 2te Korps (Reille)/ unterstützt von dem Kaval-leriekorps Kellermann und der Gardekavalleriedivision Gu-yot/ in Summa also 3 Infanterie- und 4 Kavalleriedivi-sionen griffen den feindlichen rechten Flügel an.