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wie sie von allen Seiten angesehen wird. Man hat in denneuern Kriegen sich im Allgemeinen an eine große Schnel-ligkeit der Bewegungen gewöhnt und Märsche von 5/ 6,7 Meilen in einem Tage zurücklegen sehen; man glaubtsich also berechtigt/ da wo eine solche Geschwindigkeit au-ßerordentlich viel werth sein würde/ sie auch unbedingt zufordern. Aber solche Geschwindigkeiten werden mehr vonden günstigen Bedingungen des Marsches als von derDringlichkeit des Zweckes hervorgebracht; man fühlt dasnur recht/ wenn man selbst oft mit solchen Dingen zu thunund mit den Schwierigkeiten die dabei vorkommen zu käm-pfen gehabt hat. Wetter und Wege/ Mangel an Verpste-gung und Unterkomme«/ Ermüdung der Truppe»/ Mangelan Nachrichten u. s. w. können bei dem besten Willen einenMarsch auf die Hälfte/ ja auf das Drittheil des Wegesvon Dem zurückbringen welches man im Zimmer für mög-lich gehalten haben würde; wir wollen z. B. nur daran er-innern/ daß die Franzosen nach den Schlachten von Jenaund Auerstädt/ als sie vollkommen siegreich waren und dashöchste Interesse zur Beschleunigung ihrer Bewegungen hat-ten/ in der Zeit ihrer besten kriegerischen Verfassung aufihrem Verfolgungözuge durchschnittlich nicht über 2| Meiletäglich zurückgelegt haben.
Geht man einmal davon aus daß Grouchys Korpsnicht vor 2 und 3 Uhr das Schlachtfeld von Ligny ver-lassen haben/ so ist es gar nicht zu verwundern daß dieseKorps nicht vor 2 und 3 Uhr/ also nach 24 Stunden/ inder Gegend von Wavre eintrafen/ da Wavre vom Schlacht-felde von Ligny auf dem Wege über den Höhenzug denGrouchy nahm/ 5 Meilen entfernt ist/ und bei diesem Mar-sche/ wie wir das schon gesehen habe«/ alle nachtheiligen Be-dingungen eintraten. Die Kavallerie hätte freilich viel frü-