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§. 47.
Gefecht von N a m u r.
Grouchy erhielt wirklich am 19. Morgens/ wie esscheint ungefähr in dem Augenblick als Thielemann sich zumRückzüge anschickte/ die Nachricht von der Verlornen Schlachtbei Belle-Alliance. Dies erleichterte seinem Gegner den Ab-zug; denn dem Marschall Grouchy verging die Luft sichhier nach kleinlichen Vortheilen umzusehen während er fürseinen Rückzug schon ernsilich besorgt sein mußte. Er sahein daß er ihn auf Charleroi nicht mehr nehmen konnteund beschloß also nach Namur zu gehen. Er sandte dasKavalleriekorps Excelmans Mittags dahin voraus welchesum 4 Uhr eingetroffen sein soll/ was jedoch zu bezweifelnist da von dem Schlachtfelde von Wavre bis Namur6 Meilen sind. Die Infanterie folgte mit Einbruch derNacht in 2 Kolonnen/ die eine über Gembloup/ die andereauf dem geraden Wege; die Arrieregarde machten die Ka-valleriedivisionen Morin und Soult.
Die französische Infanterie erreichte den 20. Morgensum 8 oder 9 Uhr Namur.
General Thielemann erreichte die Gegend von St. Ach-tenrode den 19. etwa um Mittag. Er hatte beschloßenseine sehr erschöpften Truppen in keinem Falle noch am19. zum Verfolgen in Marsch zu setze»/ da sie der Ruheim höchsten Grade bedurften und es vorauszusehen wardaß die feindliche Arrieregarde nicht vor der Nacht abzie-hen würde/ man also doch Nichts beschließen könnte. . Erzdg also vor/ seinem Korps mit Tagesanbruch das Ren-dezvous bei Ottenbourg wo seine Avantgarde stand zu ge-ben/ um mit derselben bei guter Zeit hinter dem Feinde her-zu sein. Die Versammlung verzögerte sich etwa um eine