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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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166
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vorgebracht haben. Ein ganzes Korps, z. B. das 6te, injener Gegend aufzustellen, würde einen ganz andern Plan,eine ganz andere Anstcht voraussetzen als Bonaparte siehatte. Freilich konnte Lobau bei Lasne und St. Lamberteinen starkem und länger» Widerstand thun als bei Fri-chermont, aber er wurde dann auch viel früher angegriffen,und wenn Blücher etwas über Couture vordringen ließ, sowar er in Gefahr ganz abgeschnitten zu werden, dann mußteBonaparte neue Truppen nach dieser Gegend schicken undmit einem Wort er verwickelte sich dann in ein Schlacht-feld von der doppelten Ausdehnung, was gar nicht in sei-nem Geschmack war und wo er die Dinge allerdings auchweniger in seiner Hand hatte. Dagegen scheint es aller-dings daß das Korps von Lobau besser zwischen Fricher-mont und Pajeau aufgestellt gewesen wäre, um dort seinenHauptwiderstand zu leisten.

6. Endlich betrifft unsere letzte Bemerkung über dieSchlacht von Seiten Bonaparteö die schon früher berührteVerwendung der letzten Reserve. Ein vorsichtiger Feldherr,Türenne, Eugen, Friedrich der Große, der sich nicht ineiner so außerordentlichen Lage befunden, der entweder mehrzu verantworten oder mehr zu verlieren gehabt hätte, würdedie Schlacht von Belle-Alliance nicht geliefert, d. h. Mit-tags 12 Uhr als Bülow erschien abgebrochen und sich zu-rückgezogen haben. Wenn es möglich wäre die Regeln derKriegskunst bloß auf objektive Verhältnisse zu beschränken,so würde man hier sagen, es war gegen alle Regel dieseSchlacht noch zu versuchen. Die ältere Kritik würde auchnicht gesäumt haben dies festzustellen und nur hinzusetzen:aber freilich kann sich das Genie nicht an die Regel bin-den. So urtheilen wir nun nicht. Wenn die Kriegfüh-rung im Großen von Grundsätzen ausgehen soll, so müssen