à Theorie und Praris. Daß der General Gérard die-sen Rath den 18 . Mittags in Sart à Valhain wirklichgegeben hat/ beweist nur daß/ wer die Verantwortlichkeiteiner Maaßregel nicht tragt/ es auch nicht so genau mitder Überlegung nimmt.
Grouchy seinerseits scheint aber allerdings durch Blü-chers Richtung auf Wavre gar nicht auf die Idee geführtworden zu sein daß dies feine eigene Bestimmung wirklichveränderte/ sondern er zog etwas gedankenlos mit seinemganzen Korps in einer Straße selbst nach Wavre/ in derAbsicht seinen Gegner anzugreifen und dadurch festzuhalten.Wäre er eben so stark gewesen wie Blücher/ so hätte mandas gelten laßen können/ aber einen dreimal stärker» Feinddurch einen einfachen Frontalangriff festzuhalten ist eine un-thunliche Sache. Und selbst die Absicht eines solchen Frontal-angriffs hätte den Marschall Grouchy dahin führen müssenseine Kräfte von Gembloux aus zu theilen und mit den: gro-ßem Theile einen Übergang oberhalb Wavre über die Dylezu suche»/ welches ihn auf Limale geführt haben würde.Wie konnte er erwarten gegen Blücher auf dem Punkteder Hauptstraße mit Gewalt durchzudringen? Wenn er auchnicht wußte daß die Dyle in der Gegend von Wavre einevortreffliche Aufstellung gewährt/ so konnte er doch aus derKarte ungefähr sehen daß ein ihm überlegener Feind hierviel Schwierigkeiten in den Weg legen könnte und daß esalso auf ein Umgehen hauptsächlich ankommen würde; die-ses Umgehen aber war natürlich nur links zu bewerkstelli-gen/ weil er dadurch der Hauptarmee näher kam.
Daß die Angriffe auf Wavre und Bierge nicht mehrErfolg hatten/ glaubt man einem Mangel an Energie zu-schreiben zu müssen; indessen ist doch zu bemerken daß Van-damme und Gérard nicht die Leute warm welche es daran