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§- 4 .
Der Feldzug von 1739.
(1739.) Feldmarschall Munich versammelte die Haupt-armee Anfangs Juni bei Kiew, führte sie 55,000 Mannstark, wobei 180 Feldgeschütze und ein Belagcrungötrainvon 70 Geschützen durch Polen gegen den Dniester. Den10. Juli ging diese Armee über den Bug. Die türkischeHauptarmee vom Seraskier Veli Pascha geführt, eilteherbei, den Übergang streitig zu machen, da sie aber hörte,daß es zu spät sei, kehrte sie an den Dniester nach Ben-der zurück. Nachdem Münich eine Demonstration gegenBender gemacht hatte, wandte er sich plötzlich nach derGegend von Chotzin, passirte den 30. Juli diesen Flußoberhalb des Orts, während die Hauptarmee bei Benderstand und nur ein Corps von 18,000 Mann sich vorMünich zurückzog. Nach dem Übergang über den Dnie-ster blieb Münich etwa vierzehn Tage an diesem Fluß undrichtete dann seinen Marsch gegen den Pruth; den 17. Au-gust umging ein Theil desselben die Gebirgsrücken undwollte sich dann gegen Chotzin wenden, als ihm das tür-kische Heer entgegentrat. Den 27. August nachdem dieRussen ihren ganzen Train von Wagen und Artillerie mitder dazu gehörigen Bedeckung an sich gezogen hatten, rück-ten sie zum Angriff des feindlichen Lagers in einem un-geheuren Huarree vor. Sie wurden aber bei dem DorfeStawutschane von allen vier Seiten selbst angegriffen.Ob sie gleich ihre ganze Bagage, ihre Belagerungöartillcrieund ihr Magazin in ihrer Mitte hatten, folglich die Un-bewcglichkeit auf das aller äußerste gesteigert war,' wurde