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einer der stärksten Beweise anzusehen/ wie die Kriegfüh-rung in jener Zeit zweck- und ziellos umherirrte.
Feldmarschall Brown wollte/ daß sich die sächsischeArmee auf dem rechten Elbufer durchschlagen sollte; erwollte darin nur mit 8/000 Mann unterstützen. Wennman die Natur der Gegend bedenkt und/ daß das Unter-nehmen der Sachsen mit einem Elbübergang anfangenmußte/ so kaun man den glücklichen Erfolg fast nicht an-ders als unmöglich ansehen. Selbst wenn es gelang/ diepreußischen Posten beim Lilienstein zu überwältigen/ so wäredoch vermuthlich eine allgemeine Auflösung der sächsischenArmee die Folge davon gewesen. Es war also nur dasSimulacre einer Hülfe.
Der Feldzug von 1757.
§. 13.
Der Feldzugsplan Friedrich des Großen und das Benehmender Ostreichen Hakenaufstellung gegen Umgehungen.
(1757). 1. Der König beschließt die Üstreicher inBöhmen zu überfallen; er hofft ihnen dabei bedeutendeVerluste beizubringen und dadurch für den übrigen Theildes Feldzugs eine Überlegenheit zu erhalte»/ auch vielleichtzu einer vortheilhaften Hauptschlacht Gelegenheit zu bekom-men/ die dann den Erfolg des Krieges entscheiden könnte;d. h. die Kaiserin Maria Theresia wird/ wenn sie einetüchtige Schlacht verliert/ vielleicht geneigt sein/ ihre Un-ternehmungen aufzugeben und Frieden zu schließen. Mansteht/ wie viel er auf den moralischen Erfolg der Schlachtrechnet. Nur von diesem spricht er/ wenn er des Frie-dens gedenkt, nicht von den physischen Folgen, d. h. vonder Eroberung eines großen Theils der östreichischen Mo-