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narchie. Nach unserer jetzigen Art zu schließen, müßte esdiese Vesorgniß sein, welche den Frieden herbeiführt;soll aber die Kaiserin diese Besorgniß hegen, so wäre esdoch auch billig, daß der König von der Möglichkeit die«ser Folgen eines großen Sieges spräche. Das thut eraber nicht und daran hat er vermuthlich nicht sehr gedachtund geglaubt. So wie die Schlachten von Czaslau undvon Kesselödorf die Veranlassung zum Frieden gewordensind, so könnte eö auch die von Prag werden. Diese An«sicht des Königs ist durchaus in seiner Zeit, noch mehraber in seiner Lage gegründet
Daß er unter diesen Umständen von Schlesien undSachsen zugleich und zwar aus dem letztem auf drei ver-schiedenen Wegen einbrach, liegt im Zwecke selbst, derplötzliche Einbruch schließt die größere Vereinigung derKräfte aus, sie ist aber ohnedem nachtheilig, weil bei einemstrategischen Überfall nirgends ein großer Vortheil errun-gen werden kann, es also darauf ankommt, viele kleinerezu erringen, welches nur geschehen kann, wenn die Berüh-rungspunkte vermehrt werden. Prag war der ganz natür-liche Vereinigungspunkt der schlesischen und sächsischenStreitkräfte; eö wurde also dazu bestimmt.
Dieser Plan des Königs verdient gewiß Bewunde-rung. Wie selten war es in jener Zeit, feinen Unterneh-mungen wirklich Ideen einzuimpfen, d. h. seine Streit-kräfte auf eine Art zu gebrauchen, die mehr als den ge-wöhnlichen Erfolg versprach; sie durch die Form zu ver-vielfachen; und besonders wie selten war die Idee einesÜberfalls in Ausführung gebracht worden. Es war alsoschon ein Verdienst, diese Idee zum Grunde zu legen.Die Absicht der Östreicher war, mit dem Frühjahr inSachsen, der Lausitz, Nieder- und Ober-Schlesien vorzu-
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