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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Bonaparte würde nicht ein ganzes Drittheik seines Heeresmüßig eine Stunde von dem Schlachtfeld haben stehenlassen/ auf dem das Schicksal beider Reiche entschiedenwerden konnte/ für einen entfernten ungewissen Zweck/ ge-gen ein Übel/ dem sich doch auf andere Weise imschlimmsten Fall noch vorbeugen ließ. Jetzt *) würde manan Friedrich des Großen Stelle folgendergcstalt schließen:^/Gewinne ich die Schlacht bei Prag/ so brauche ich für//Sachsen und die dahin führende Straße nichts zu be-//sorgen; nun habe ich viel Wahrscheinlichkeit/ diese Schlacht„mit 64/000 Mann zu gewinnen; nehme ich statt derfel-//bcn 90/000 und lasse nur ein Paar tausend Mann jen-//st-itö so muß diese Wahrscheinlichkeit sich der Gewißheit//nähern/ und das muß mir mehr werth sein/ als Alles."Und diesem Raisonnement ist doch/ wenn man philosophischurtheilen will/ gewiß nichts entgegenzustellen. — Manvergesse aber nicht/ daß wir in diesem Augenblick von derAbsicht der feindlichen Armee durch Prag den Rückzug zunehmen ganz abgesehen haben.

§. 18.

Die Nothwendigkeit fortdauernd Reserven zu organisireu.

Der Fcldzug von 1757 zeigt recht deutlich/ wie wichtigeö ist/ daß/ wahrend man zum strategischen Angriff vor-geht/ Verstärkungen gesammelt und dem Heere nachgesen-det werde«/ daß wie wir uns anderswo ausgedrückt ha-ben, die Heerstraße davon nie leer sei. Hätte Friedrich der

*) Wellington ließ noch am 18. Juni 1815 ein bedeutendes Corpsunter dem Prinzen Friedrich von Oranicn bei Hall unthätig, nur zurDeckung seiner auf dieser Straße gar nicht einmal angefochtenen Rück-zugslinie auf Antwerpen stehen, während er bei Waterloo (Belle-Alliance)nahe daran war, von Bonaparte erdrückt zu iverden. D. Herausg,