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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Große in den sechs Wochen, die zwischen den Schlachtenvon Prag und Collin verstoßen 20,000 Mann Verstär-kungen erhalten, so wäre die Katastrophe vollendet, d. h.Daun bei Collin geschlagen worden. Man kann Friedrichdem Großen keinen Vorwurf deshalb machen, denn es warganz in der Verfassung und den Einrichtungen des dama-ligen Kriegsstaats gegründet die Armee während des Win-ters zu ergänzen, aber klar ist es, daß eine Ergänzung von -20,000 Mann im Anfang Juni vielleicht mehr werth ge-wesen wäre, wie 100,000 Mann im Winter; und diesewahrscheinlich ganz überstüssig gemacht hätte.

§. 19 .

Die Zahl bei dem frühern taktischen System weniger ent-scheidend als bei dem neuern.

Es ist ein äußerst wichtiges Datum für die Stra-tegie jener Zeit, daß bei dem damaligen taktischen Systemallerdings die Zahl in großen Schlachten weniger entschei-dend war, als fie es heutigen Tages ist. Man kannte beigroßen Massen keinen andern Gebrauch der Truppen, alsdaß man sie in einer Schlachtordnung aufstellte, die dasHeer zu einem Ganzen machte, und mit diesem Ganzennun gegen das feindliche Ganze anrannte. Dieses Ganzebestand im Grunde nur aus drei Gliedern, nämlich denbeiden Flügeln, die aus Kavallerie bestanden und dem gro-ßen Centro aus der Infanterie bestehend; Alles in zweiTreffen. Selbst diese drei Theile waren an einanderge-bunden und sahen sich ohne einander als hülfloö an. Die-ses Ganze war also ein sehr unbewegliches schwerfälligesDing. Viele Stunden waren immer nöthig, es zu Standezu bringen, und dann blieb nichts übrig, als es an denFeind vorzuschieben und nun dem Dinge seinen Lauf zu