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diese Unthatigkeit ganz zu begreifen; im heutigen Kriegewürde man es durchaus nicht verstehen. Man wird frei-lich aus der neueren Zeit die Schlachten von Groß-Beeren/Dennewitz und Laon anführen/ allein theils ist über diesegenug Verwunderung geäußert worden/ theils sind/ wennman die großen Umstände in reifliche Betrachtung zieht/diese doch noch sehr verschieden. Vorzüglich muß mannicht außer Acht lassen/ daß die Ostreicher die Hauptmachtwaren/ die Böhmen behaupten und Schlesien wieder erobernwollten.
Daß der Prinz Carl/ nachdem der König abmar-schirt ist/ den Herzog von Bevern nicht angreift/ sondernes mehr darauf anlegt/ ihn nach Schlesien hinein zu ma-növriren, ist wieder nur aus dem damaligen Gesichts-punkt zu erkläre»/ daß eine Schlacht ein Übel sei/ welchemman sich nur unterziehen mußte , wenn es unvermeidlichwäre; den Feind immer en échec zu halten/ und unter-dessen sich einer Festung nach der andern zu bemächtige«/war ein OperationsplaN/ der den östreichischen Feldherrenviel natürlicher vorkam; sie glaubten dabei des Erfolgseben so gewiß zu sein/ oder vielmehr gewisser/ weil eineSchlacht immer für ein unsicheres Ding gehalten wurde.So urtheilten sie/ weil sie in der Mitte des Raisonne-ments stehen blieben/ wie fast immer geschieht. Freilich istder Auögang einer Schlacht ein ungewisses Ding/ aberdas ist der Fall mit allen Theilen des Krieges und manhat Unrecht / wenn man in dem andern Gebrauch derStreitkräste mehr Sicherheit und Methode findet. DieÖstreichs dachte»/ wenn sie ihre große Überlegenheit dazubenutzten/ Schweidnrtz zu belagern/ während sie mit einernoch gehörig starken Armee dem Herzog von Bevern ge-genüber blieben/ so wäre dabei weniger gewagt/ denn eine
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