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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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waren Friedrichs Feldherren alle damit unzufrieden und na-mentlich hatte der Feldmarschall Schwerin die Idee, derKönig sollte die Östreichs bei Prag unangegriffen lassenund nach Mähren marschiren, alles vor ihnen aufzehren,damit der Prinz Carl nicht folgen könne. (Retzow's Zu-sätze zum ersten Theil S. 458.) So wenig wollte es denLeuten in den Kopf, daß Kriegführen Schlagen und Ver-nichten des Feindes ist.

Der Feldzug von 1758.

§. 32 .

Beide Theile vermeiden eine Schlacht.

(1758.) Wie sehr man gegenseitig Schlachten zu ver-meiden, d. h. das Kriegsinstrument zu schonen suchte, be-weist der Feldzug in Mähren. Friedrich der Große un-ternimmt mit etwa 60,000 Mann die Belagerung vonOllnmtz ohne die östreichische Armee, die vielleicht 70,000Mann stark war, geschlagen zu haben, obgleich ihm dieseArmee schon am 3. Mai entgegentritt, ehe er noch die Be-lagerung hat anfangen können- Er rechnet aus die Un-rhätigkeit seines Gegners. In Beziehung auf eine Schlachthat er sich auch nicht geirrt, denn Daun wagt es nicht,Friedrich den Großen anzugreifen, obgleich dieser seineArmee so in einzelnen Posten hat auflösen müssen, daß erkaum 20,000 Mann auf einem Punkt gefunden hätte.Wie konnte aber Friedrich der Große darauf rechnen, dieBelagerung und den ganzen Weg bis jenseits des schlesisch-rnährischen Gebirges nach Neisse hin zu decken. Es wareilt Versuch; er ließ es darauf ankommen und das un-streitig blos, weil er eine Schlacht nur im äußersten Noth-fall liefern wollte. Seine Armee bestand schon halb aus