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Rekruten, eine neue Schlacht würde sie noch mehr desor-ganisirt habm. Dies begreift sich noch. Wie aber derFeldmarschall Dann bei seiner Überlegenheit sich kein an-deres Ziel vorstecken konnte, als die simple Aufhebung derBelagerung, wie er dem Könige gestatten konnte, mit sei-nen 4000 Wagen ungehindert nach Böhmen zu ziehen,erklärt sich nur aus jener philisterhaften Ansicht, alles vonder Zeit, dem Einfall der Russen und Schweden zu er-warten und sich durchaus nur auf das Abwehren von Un-glücksfällen zu beschränken. Wenn Östreich nicht Schlesienhätte zurückerobern wollen, so würde diese Vorsicht viel-leicht immer noch nicht ganz conséquent, aber doch begreif-lich gewesen sein; da aber Östreich der Hauptbetheiligte imganzen Kriege war, so kann man sagen, daß dieses Betra-gen nur aus der entschieden falschen Ansicht vom Kriegezu erklären ist, die sich nach und nach in den Köpfen fest-gesetzt hatte. Diese falsche Ansicht läßt die Hauptsacheaußer Acht, die Zerstörung der feindlichen Streit-kräfte, sie nimmt das Vorschreiten ohne Sieg für einewahre Annäherung zum Ziel; sie vergißt, daß Streitkräfte,die man heut zerstören kann, weil sich eine gute Gelegen-heit dazu darbietet, morgen zerstörend auf uns wirken kön-nen, wenn diese Gelegenheit vorüber ist. Daun war demKönige in Sachsen und Mähren überlegen, der Könignoch dazu in eine sehr schlimme Lage verwickelt, dies warein vollkommen zureichender Grund, um seine Kräfte ge-gen ihn auf eine solche Art zu gebrauchen, daß die feind-lichen merklich dadurch litten und für die Fortsetzung desKrieges untüchtig wurden. Unter diesen Umständen nochwarten, bis die Russen und Schweden dem Könige nähergerückt sein würden, war inconséquent, insofern man nichtdas kleinliche Interesse einer vorzugsweise« Schonung der