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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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82
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marschall Keith mit 30M0 Mann die ganze Masse dc6 Fuhr-wesens von Ollmütz nach Königs -Grätz zu schaffen; endlichwird dieser Troß von Königs-Grätz nach Glatz geschickt,begleitet von 8000 Mann und gedeckt durch eine Reihevon Posten die der König über Opotschna bis zum Ham-melberg bezieht. . Es ist fast, als ob der ganze preußischeKriegöstaat sich in den östreichischen Landcrstaat hinein ge-wagt hatte, um dort einen Verthcidigungökrieg um seineignes Dasein zu führen.

§. 34.

Folgen einer Belagerung ohne vorhergegangenesiegreiche Schlacht.

In dem gewaltigen Wesen, welches die Belagerungvon Ollmütz in dieser Beziehung veranlaßte, steht man dieungeheure Kraftanstrengung, welche die Belagerung einerbedeutenden Festung nöthig macht und wie diese mit derEntfernung von den eigenen Depots wächst. Die Bela-gerungen in den Niederlanden sind so viel leichter, weil dieFestungen dort so nahe bei einander liegen. Neisse ist vonOllmütz nur vierzehn Meilen, dies kann aber in der ge-dachten Beziehung schon für eine beträchtliche Entfer-nung gelten.

Hat man die ganze Gegend inne, ist keine beträcht-liche feindliche Armee in der Nähe, so werden diese An-strengungen nicht laut, sie sind aber darum nicht wenigervorhanden.

Ferner zeigt dies Beispiel, wie schwierig es ist, einegroße Belagerung zu unternehmen, wenn man nichts alseine Spitze vorgetrieben hat, so daß die feindliche Armeeweder besiegt noch aus der Gegend vertrieben ist. Friedrichder Große erwartete zu viel von Dauns Unthätigkeit; ver-