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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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men waren/ und der König sich also auf dem Punkt sah/durch die Überlegenheit seiner Feinde an einer Seite sei-nes. Kricgstheaterö einen beträchtlichen Verlust zu machen/entweder in der Mark durch die Russen, oder in Schlesienoder Sachsen durch die Östreicher kam es darauf an/ durcheinen Sieg diese Gefahr abzuwenden/ um dadurch nacheiner Seite hin wieder frei zu werden. Dieser Sieg konnteeben so gut im Süden als im Norden gedacht werden.Nun war der Hauptfeind und der welcher es am ernstlich-sten meinte/ auf dem südlichen Kriegstheater; der Königselbst befand sich dort und zwar mit dem größten Theilseiner Kräfte/ es war nicht erst nöthig/ einen Marsch zumachen; nach dem blos sächlichen Verhältniß und den Be-griffe»/ wie wir sie jetzt vom Kriege haben, wäre es alsozweckmäßiger gewesen, die entscheidende Schlacht gegenDaun zu liefern und zu erwarten, ob durch einen Siegnach dieser Seite den Russen nicht die Lust des weitemVordringens vergehen sollte. Ohnehin waren sie mit derBelagerung von Cüstrin, welche sie zum Gegenstand ihresstrategischen Angriffs gewählt hatten, noch nicht ernstlichvorgerückt, da sie noch gar nicht über die Oder gegangenwaren; man konnte also nach dieser Seite hin, in jedemFall, noch einige Wochen Zeit gewinnen. Viel gefährli-cher war, was sich während des Königs Abwesenheit inSachsen zutragen konnte, weil Dresden nur ein schwacherPunkt war. Zwei Gründe bestimmten Friedrich den Gro-ßen aber mit Recht, die Unternehmung gegen die Russenvorzuziehn. Der erste ist ganz objectiv. Einen Sieg näm-lich, welchem man nicht durch starkes Nachdrücken einegroße Folge geben kann, ist immer viel wirksamer, wenner gegen eine Armee erfochten wird, die sich an der Spitzeeiner weit vorgeschobenen Offensive befindet, als wenn die

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