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also ohne die Schlacht von Hochkirch diesen Muth nochweniger gehabt haben; und doch forderte es sein Zweck;dagegen hat er den Muth sich in einen Überfall einzulassen,der im Großen immer ein gewagtes Unternehmen bleibt,und zwar ohne eigentlichen Zweck. Man ist berechtigt, dieSchlacht bei Hochkirch so anzusehen, weil Daun ihr garleine Folgen gab; wäre. sie dagegen in der Absicht unter-nommen worden, den Marsch des Königs nach Neisse zuverhindern, sa würde sie daö größte Lob verdienen. Injedem Fall hatte dieser Sieg die Stelle desjenigen vertre-ten können, der konsequenter Weise bei Görlitz erfochtenwerden mußte; und ihn nicht auf diese Weise genutzt zuhaben / / ist wieder der dritte große Akt von Daune Un-thatjgkeit.
Dem Könige nach Schlesien zu folgen, wäre völligunnütz gewesen- wenn es auch nicht wegen Mangel an ei-ner Basis Schwierigkeiten gehabt hatte. Es kam also nunwieder darauf an, sich in Sachsen zu entschädigen, wo nur15,000 Mann unter dem General Jtzenplitz und in Dres-den eine Besatzung von.3000 Mann geblieben waren. DerKönig ist den l. November von Lauban abmarschirt, kommterst den 16. dahin zurück und hätte also erst etwa den.20, an der Elbe sein können. Diese drei Wochen läßtDaun wieder ohne Unternehmung verstreichen; zwar mar-schirt er an die Elbe zurück, aber alles was er thut, ist,daß er den großen Garten nimmt, Jtzenplitz bedroht, Dres-den auffordert, Leipzig durch die Reichsarmee, Torgaudurch Haddik auffordern läßt; d. h. nicht thätig sein, son-dern Thätigkeit affectiren.
Dies ist nun der vierte große Akt der DaunschenUnthätigkeit, worauf er sich zufrieden mit dem Ruhm, in