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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Siege sei. In keiner Schlacht waren diese drei Dingeso beisammen/ und kein General besaß mehr wie GeneralWedel die einseitige Virtuosität/ welche dazu erforderlich'ist. Obgleich General Wedel aus Naturalismus so han-delte/ so war doch eine Art von Nachaffung der roß-bacher Schlacht dabei.

§. 49.

Die Schlacht bei Ku nersdorf.

1. Die Schlacht hat einige Ähnlichkeit mit der vonZorndorf. Der König kommt mit dem Entschluß an/die Russen wo möglich zu vernichten. Sie haben eineStellung jenseits der Oder/ in der sie zwar nicht geradenach allen Seiten Front machen/ doch nach allen Seitengedeckt sind/ nach drei Seiten/ durch Verschanzungen/ nachder vierten durch das Terrain. Der König geht unter-halb über die Oder/ umgeht sie (nur nicht wie bei Zorn-dorf zweimal) vermittelst eines großen Waldes ziemlichverdeckt/ greift mit verstärktem rechten Flügel (wie dortmit dem linken) an/ und hat die Absicht den andern zuversagen. Auch die Dichte der Aufstellung ist sehr groß/60/000 Mann auf 6000 Schritt/ und sie wird viel grö-ßer wenn man bedenkt/ daß man sich nur auf dem Raumvon 2- bis 3000 Schritten schlug. Daher ist der Wider-stand sehr nachhaltend/ und der Verlust auf beiden Seitenungeheuer; der des Königs zwei Fünstheil/ der der Russenein Viertheil. Das alles sind übereinstimmende Züge. DasMachtverhältniß aber ist ein viel weniger ungünstiges fürden König: etwa 45/000 gegen 60,000; auch andere Um-stände sind ihm günstiger, er greift eine schmale Seite an,die er mit Artilleriefeuer von drei Seiten umfaßt, undetwas später auch mit Infanterie von zwei Seiten angreift.