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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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124
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sollen, bis sie die Oder zu überschreiten ernstliche Anstaltenmachten. Vielleicht hatte eine Scheinvertheidigung derOder sie in unentschlossene und unentschiedene Bewegungenverwickelt. Daß der König es vorzog, sich mit ihnen,statt mit den Östreichern zu schlagen, scheint ausgemachtrichtig, und es sprechen allerdings wieder dieselben Gründedafür: nämlich eine weniger ausgebildete Armee, eine un-beholfene Führung und im Fall eines Sieges, mehr stra-tegischer Erfolg; denn von einem Siege gegen die Russenwar immer noch zu erwarten, daß er sie auch ohne beson-deren Nachdruck für den übrigen Theil deö Feldzugs un-thätig machen würde, während ein Sieg über den Feld-marschall Daun, ohne eine Folge von kräftigen Offensiv-bewegungen, ihn nur einige Märsche zurückbrächte.

Aber als entschiedene Fehler muß man folgende Punktebetrachten:

1. Wenn der König den Russen im Juni eine Schlachtliefern wollte, warum ging er statt den General Wedelhinzuschicken, nicht selbst zu der Armee deö Grafen Dohna?höchst wahrscheinlich hätte er bei Aüllichau die Russen ge-schlagen.

2. Warum zog er die Flankensiellung von Schmot-seifen in diesem Jahre vor, während doch die Verhältnissegenau dieselben wie im Jahre 1758 waren, wo er sichden Östreichern grade entgegengestellt hatte? Er würdenatürlich dadurch die Verbindung mit den Russen vielmehrerschwert, vielleicht unmöglich gemacht haben, und mit demPrinzen Heinrich vielleicht in ungestörter Verbindung ge-blieben sein, welches doch im Kriege eine Hauptsache ist.

3. Die unnütze Zurücklassung des General Wunschauf dem linken Ufer der Oder, haben wir schon erwähnt.Wenn man wie Friedrich der Große nur in der höchsten