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Ökonomie der Kräfte seine Rettung finden kann, so ist esein doppelter Fehler diesen Grundsatz in einem so entschei-denden Augenblick aus den Augen zu verlieren.
4. Daß der Prinz Heinrich nach der Schlacht vonKunerödorf, als Daun von Mühlrose bis Mark-Lissa,zwanzig Meilen weit, in fünf bis sechs einzelnen Postenaufgelöst war, nicht irgend einen entscheidenden Schlag ge-gen einen seiner Posten versuchte, oder daß er nicht we-nigstens früher schon ganz entschieden gegen den rechtenFlügel der Daunschen Stellung vorrückte und seine Ver-bindung mit Böhmen bedrohete, ist als ein wahres Ver-säumniß, also als ein Fehler zu betrachten. Wäre auchDaun wirklich 80,000 Mann stark gewesen auf dieserLinie, wie man aus seinen Äußerungen gegen den Mar-quis Montalembert in Mühlrose schließen muß, so mußtedoch der Prinz Heinrich der wenigstens 40,000 Mannstark war, leicht Gelegenheit finden, einen wesentlichenPunkt der Daunschen Linie mit Übermacht anzugreifen.Wenn solche Verhältnisse keine Thätigkeit, keine positiveKraftäußerung, auch bei den pasfivestcm Systemen hervor-rufen sollen, so würde es im Kriege überhaupt keine gün-stigen Momente zum Angreifen mehr geben. Der Marsch,welchen der Prinz im September auf Bautzen vornahm,that augenblicklich seine Wirkung, obgleich damals Daun12,000 Mann unter dem General de Ville aus Böhmenan sich gezogen hatte; dies ist ein Beweis, daß bald nachder Schlacht von Kunerödorf eine solche Bewegung einheilsames Zugpflaster geworden wäre.
Erklären kann man sich diese Unterlassungssünde ziem-lich leicht; der Prinz Heinrich war vom König getrenntund wollte nichts Entscheidendes auf eigene Verantwort-lichkeit unternehmen.