5. Da6 gefährliche Vorschieben des General Finknach Mäzen ist kaum zu erklären, geschweige denn zu ent-schuldigen.
§- 54.
D a un s F e l d z u g.
Man hat zu wenig Nachrichten über die Absichtendes Fcldmarschall Daun um ein Urtheil über, wir wollennicht sagen: die Zweckmäßigkeit sondern nur die nothdürf-tigste Consequcnz seiner Maßregeln zu fällen; und wennman die großen Lineamente des Feldzuges ins Auge faßt,so ist man in der That kaum einen Schritt weiter, undder kritische Verstand kann sich nur darüber betrüben, wiewenig ihm von allem dem einigermaßen verständlich underklärlich ist. Wir wollen diese Lineamente von dem Theiledes Fcldzugs der die meisten Verwicklungen hat, uns insGedächtniß zurückrufen.
Feldmarschall Daun will in diesem Jahr, wie im vo-rigen, die Ankunft der Russen abwarten. Er bricht EndeJuni aus seinem Lager bei Schurz auf, um nach derLausitz zu zieh», wo er den Rußen näher sein wird wennsie ihre Richtung wieder auf Frankfurt, oder auf Croffcnnehmen. Diese versammeln sich unterdeß bei Posen, ma-növriren den Grafen Dohna bis Züllichau zurück undschlagen seinen Nachfolger den General Wedel daselbst am23. Juli. Daun kommt Anfangs Juli bei Mark-Lissaan, der König nimmt ihm gegenüber das Lager von Schmot-scifen. Daun hat einige 20,000 Mann unter de Villeund Harsch gegen Landöhut gelassen, der König, Fouquümit 15,000 bei Landöhut. Daun ist jetzt, wenn man etwa10,000 Mann abrechnet, die bei der Reichöarmee seinmochten, 80- bis 90,000 Mann stark, der König vielleicht