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Opcrationsplan kann also nicht die Rede sein. Er stellt30/000 Mann unter dem Prinzen Heinrich vorläufig denRussen entgegen/ bleibt mit 50/000 Mann in Sachsenund laßt etwa 12/000 unter Fougue im schlefischen Gebirge.Daö ist der ganze Operationsplan. Wenn man von hin-ten her urtheilen darf/ so hatte Prinz Heinrich im Juniund Juli in Schlefien gegen Laudon gebraucht werden kön-ne»/ weil die Russen erst im August an der Grenze Schle-ficns erschienen. Ihr spätes Erscheinen war so sehr in derOrdnung/ daß man glauben sollte/ Friedrich der Großehätte darauf rechnen können und sollen. Es findet sich inkeinem Schriftsteller das geringste Motiv/ die leiseste An-deutung über die Ursachen dieser frühen Aufstellung desPrinzen Heinrich gegen die Russen angegeben und doch lagbei den Unfällen die den König in Schlefien trafen/ dieseKritik so nahe. Bei solchem Mangel an Motiven mußman diesen Punkt als einen großen Fehler des Königs au-sehn/ als eine wahre Kraft- und Zeitverschwendung.
Ende Mai'ö setzen sich die Armeen in Bewegung.Laudon betritt die Ebene Schlesiens und schließt zugleichGlatz ein. Dies macht den König für Schlesien besorgt;er sieht ein/ daß er dorthin/ aber suchen muß/ Daun mithinzuziehn/ damit nicht ganz Sachsen verloren gehe und dieMark in ernstliche Gefahr gerathe. Den 15. Juni gehter über die Elbe. Daun thut dasselbe. Nun beschäftigtsich der König ein Paar Wochen damit/ dem Corps vonLascy/ welches Daun ungefähr so braucht wie 1758 inder Ober-Lausitz das Laudonsche/ etwas anzuhaben^ diesgelingt nicht/ giebt ihm aber die Überzeugung/ daß Daundie Absicht hat/ ihm den Weg nach Schlesien zu verlegen.Am 26. Juni erfahrt der König Fougue 's Katastrophe;dies drängt ihn von Neuem zu dem Entschluß/ nach
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