beziehen zu wollen schienen. Jetzt schien ihm, um diese bei-den Knoten zu lösen, der Zeitpunkt zu einer Schlacht.So ungern er sich in ein so kostbares Wagstück einließ,so glaubte er doch jetzt damit nicht zu viel zu thun. DerKönig hatte etwa 50,000 Mann unter seinem Befehl.Daun mochte 60,000 sein; ob die Reichsarmee mit ihmgemeinschaftlich schlagen würde, war ungewiß; daö Ver-hältniß der Streitkräste war also günstiger als es in ir-gend einem andern Augenblick gewesen war. Der Königfing damit an, die Truppen unter dem Prinzen von Wür-temberg und Hülsen durch Magdeburg vorgehen zu lassen,— er selbst ging den 26. Oktober bei Roölau über dieElbe; da die Reichöarmee fich auf Leipzig zurückzog, soließ er sie Anfangs verfolgen, als sie aber über jenen Orthinaus war, zog er die Truppen wieder an sich.
Daun hatte sich in ein vermeintlich starkes Lager beiTorgau gesetzt; noch wollte der König versuchen, ob eineBewegung über seine linke Flanke hinaus ihn zum Rück-zug bewegen und dem Könige ungefähr die Vortheile ohneSchlacht geben würde, die er von einem Siege erwartete.Der König marschirte auf Schilda; da er seine Magazinein Düben hatte und dies sein ganzes Wohl und Wehin diesem Augenblick war, so konnte er nicht weiter gehen.Daun blieb unbeweglich und machte rückwärts Front.Nun schritt der König den 3. November zum Angriff,der Sieg von Torgau erfolgte und die Ostreicher räumtenin Folge desselben Sachsen bis zum plauenschen Grunde.Die Russen gingen über die Weichsel zurück, nicht gradeals Folge der Schlacht von Torgau, aber doch um dieZeit derselben nach Ankunft des Feldmarschalls Butturlin.
Der König folgte den Östreichern in die Gegend vonDresden. Er wurde durch die Schlacht Meister von