sich nun schon ein Paar Jahr hindurch auf eine gewisseArt bewahrt hatte/ biö auf den letzten Augenblick gehaltenwissen wollte/ ist erklärlich genug/ aber der sieife Befehlsie in jedem Fall zu behaupten; der Mangel an Spiel-raum / welchen er seinem General dabei läßt/ erklärt sichnur aus der Charaktereigenheit des Königs / die sich beiMaxen auf eben die Art gezeigt hatte und dabei muß dieKritik stehen bleiben. Das Ganze des Feldzugs abererscheint wie ein von der höchsten Thätigkeit undGewandtheit unterstütztes Aufsparen der Kräfte.
§. 64 .
& st u n i F e l d; u g.
Das Ziel welches stch die Östreicher für diesen Feld-zug zunächst gesteckt hatten war erstens: in Schlesieneinen und den andern Platz zu gewinnen; dennda sie jetzt Dresden hatten/ so glaubten sie vor der Handfür die Befreiung von Sachsen genug gethan zu habe»/und mit Recht auf ihr nächstes Interesse/ die Eroberungvon Schlesien denken zu dürfen. Daß sie von Sachsenaus den Kern des preußischen Staats angreifen konnten/nämlich die Mark Brandenburg / und in derselben dieKriegsmacht des Königs/ und daß sie mit Zertrümmerungdieses Kerns/ Schlesien am sichersten erobern würden/ warnicht in den Ansichten der damaligen Kriegskunst. EinenAngriff des Königs glaubten sie nur wie ein pis -allerbetrachten zu müssen/ und ihr beständiges Bestreben gingdahin sich ohne Katastrophe in den Besitz gewisser Vor-theile zu setze»/ die dann der König durch eine Initiativeihnen wieder entreißen müßte. Da dieser die Katastropheeben so sehr fürchtete als sein Gegner/ wiewohl bei seinenbeschränkten Mitteln mit mehr Recht/ so glaubten sie in