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Wer alles durch Zeitgewinn und Aufsparen der Kräftezu erreichen sucht, der muß die Energie des Krieges nichtvon selbst steigern, das wäre aber hier der Fall gewesen.Wir sehen also, daß auch hier mancher wichtige Grund indie entgegengesetzte Wagschaale tritt. Wem der Zeitge-winn tm Allgemeinen günstig ist, für den ist es schwerin einer beschränkten Periode, wo der Zeitgewinn für sei-nen Gegner Vortheil haben kann, ihm diese durch positi-ves Handeln zu rauben; denn es bleibt immer eine Artvon Widerspruch gegen seinen großen Zweck, und es kannsehr leicht geschehen, daß man Pfennigs einnimmt undThaler ausgiebt.
Wir kehren zu den wirklichen Begebenheiten zurück.Des Königs Absicht war also, wie im vorigen Jahr, durcheigentliches Manövriren sich der Vereinigung so lange alsmöglich zu widersetzen. Hatte er im vorigen Jahre dabeiin manchen Gefahren geschwebt, so war es ihm am Endegelungen, und in der That würde es ihm auch in diesemJahre gelungen sein, ohne drei Umstände, welche in tue*sem Jahre anders waren. Der erste war eine größereBereitwilligkeit und Dreistigkeit der Russen; ihr Übergangbet Leubus und ihr Marsch von da bis Liegnitz, begrün-det diese Behauptung. Der zweite war die bei den Öst-reichern für sie eingerichtete Verpstegung, wodurch derZwang, welchen ihnen ihre Verbindungslinie im vorigenJahr aufgelegt hatte, aufhörte. Beide Umstände konnteder König nicht wohl vorher wissen. Der dritte Umstandaber lag in seinem eigenen Verfahren. Anstatt im vorigenJahre den Russen eine eigene Armee entgegen zu stellen,ließ er sie diesmal im letzten Augenblick so sehr außer Acht,daß er nicht einmal ihren Übergang bei Leubus erfuhr.Hätte der König in dieser Gegend nur ein Corps von