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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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kurze Zeit auf dem Kriegsschauplatz blieben/ und der Königkonnte sich allerdings schmeicheln/ die Vereinigung vielleichtganz zu verhüten.

Richten wir nun aber unsern Blick auf daö Einzelnein dieser Manöverperiode/ so müssen wir freilich bekennen/daß die Geschichte nicht im Stande ist/ alles verständlichzu machen und zu motiviren/ weil ein Theil der Bewe-gungögründe verloren gegangen zu sein scheint.

Sprechen wir zuerst vom Könige. Daß er-sich/ dieVereinigung in Ober-Schlesien vermuthend/ über Nimptschauf Münsterberg und Neiffe bewegte/ und spater bis Neu-stadt vordrang/ um die Östreicher in das Gebirge hineinzu werfe»/ dabei ein Paar Corpö unter Ziethen und Knoblochan der Oder hatte/ die sich dem Übergang widersetzen soll-ten; daß er dann bei Oppersdorf/ östlich von Neiffe/ eineCentralstellung wählt/ um daö Weitere abzuwarten/ ist ein-fach und natürlich; nur ist freilich nicht einzusehen/ warumder König den 22. oder 23. Juli nicht den General Lau-don in der Gegend Münsterberg angriff/ wo dieser sichmit seiner Hauptarmee befand/ und bis zum 28. blieb;denn nach den Behauptungen aller Geschichtsschreiber hatteer nichts so sehr am Herzen als Laudon vor der Vereini-gung anzugreifen. Er machte indessen gar keinen Versuchdazu; und wenn man nicht etwa annehmen will/ daß ererst die Corpö von Ziethen und Knobloch habe an sich zie-hen wollen/ so muß man wohl dem Könige mchr die Ab-sicht zuschreiben/ seinen Zweck durch wohlfeile Bewegungenzu erreichen/ als durch kostbare Schlachten. Nachdem derKönig den 3. August von der Bewegung der Russen ge-gen Breölau unterrichtet war/ marschirte er den 4. aufNeiffe und dann auf Strehlen zurück; da blieb er wiederbis zum 10./ welches ganz erklärlich ist/ da er dadurch die

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