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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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hätte; man muß sich also hier folgende Fragen thun, welchedie Geschichte unbeantwortet laßt:

1. Warum ließ der König nicht den 10. August/ indemer selbst bis Kanth vorrückte/ die Oder unterhalbBreslau bis zum Einfluß der Katzbach durch ein Corpsbesetzen? Wahrscheinlich würde er den Übergang derrussischen Armee dadurch verhindert haben; in jedemFall war dies eine ganz gewöhnliche Maßregel/ wennes auch nur der Nachrichten wegen gewesen wäre/die er dadurch erhielt.

2. Warum ging der König nicht am 14. der russischenArmee nach Parchwitz hin entgegen? Sie wäre ver-muthlich über die Oder wieder zurückgegangen.

3. Warum nahm der König/ wenn er den Russen nichtauf den Hals gehen wollte, am 14. nicht eine Stel-lung in der Gegend von Wahlstadt, also weit genugvorwärts, um eine Vereinigung zu verhindern, die vonder einen Seite von Parchwitz von der andern vonStriegau her erfolgen sollte?

Wenn man auch für die beiden ersten Fragen darin,daß der König sein Augenmerk fast allein auf Laudon ge-richtet hatte, noch eine Art von Antwort findet, so bleibtdoch die letzte ganz unbeantwortet.

Mit Laudon's Bewegungen ficht e6 noch viel schlim-mer aus. Er nimmt den 19. Juli das Lager von Fran-kenstein, in der Absicht den Eingang in die Ebene vonSchlesien zu gewinnen, ehe der König ihm denselben ver-sperrt; das begreift sich. Von Frankenstein schiebt sichLaudon den 21. nach Münsterberg vor. Wie er des Kö-nigs Marsch nach Nimptsch erfährt, beschließt er, fich beiGroß-Rossen (östlich von Münsterberg) aufzustellen, undist ganz verwundert, daß der König ihm den 22. darin

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