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zuvorkommt, weil er sich nicht einbilden kann, -er Königwerde die Straße auf Reiße einschlagen, an der er sichin seiner Stellung bei Münsterberg schon so nahe befindet.Aber warum nicht? was war in der Welt natürlicher, alsdaß der König suchen würde, Reiste zu gewinnen; warumsollte sich der König in einem offenen Lande mit einemMale fürchten, auf Laudon zu stoßen, während bisher um-gekehrt dieser immer nur gefürchtet hatte, dem Könige zubegegnen?
Lassen wir diesen Zweifel und nehmen ferner an, daßbei Lauhon alles darauf berechnet war, den König vonReiffe abzuschneiden, damit die Vereinigung, nachdem dieRussen bei Oppeln übergegangen waren, ungestört auf demrechten Ufer der Reiffe vor sich gehen konnte, und gebenwir zu , daß General Laudon in Besorgniß, der Königkönne sich von Rimptsch aus gegen Frankenstein undWartha wenden, nicht früher gewagt hatte, sich bis zurStellung von Groß-Rossen hin rechts zu schieben, so be-greift sich allerdings, daß nun der General Laudon dieVereinigung in Ober-Schlesien schwierig finden mußte.
Laudon wagte eö seiner Verpflegungsanstalten wegennicht, sich weit vom Gebirge zu entfernen; von diesem bisOppeln sind zehn Meilen; der König hatte an Reiffe einensehr bequemen Centralpunkt; für eine Unternehmung, wo-bei alles mit der höchsten Behutsamkeit geführt, gar nichtsaufs Spiel gesetzt werden sollte, waren dies keine günsti-gen Verhältnisse. Dies bestinnnte Laudon , wie die Ge-schichtsschreiber sagen, dm Russen die Vereinigung inNieder-Schlesien vorzuschlagen.
Man muß gestehen, daß, wenn dies ganze Raisonne-ment so gelten soll, wo sich alles um den Marsch vom22. wie um eine feine Spitze dreht, es sehr wunderlich