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gewesen sein Würde/ einen Plan wie derjenige der Verei-nigung in Ober-Schlesien war/ welchem manche bedeutendeVorbereitung zum Grunde liegen mußte/ welcher-also nichteine einzelne untergeordnete Maßregel/ sondern einen Ab-schnitt des Feldzugs von ziemlichem Umfang umfaßte, soauf die Spitze eines einzelnen Marsches zu stellen;man hat Mühe sich das so zu denken. Ware es erlaubt,von allen Nachrichten gleichzeitiger Geschichtsschreiber abzu-weichen, so könnte man geneigt sein, die ganze Vereini-gung in Ober-Schlesien für eine Maske zu halten/ umdes Königs Kräfte und Aufmerksamkeit dahin zu ziehen,um für die Vereinigung in der Gegend von Liegnitz mehrSpielraum zu gewinnen^ denn dort machte sie sich aller-dings leichter, da von LeubuZ bis an das Vorgebirge, inwelchem LaUdon seine Stellung hatte, nicht mehr als einstarker Marsch ist. Wenn man aber diese Hypothese auchnicht gelten lasten kann, so darf man wohl annehmen, daßLaudon selbst niemals recht mit der Vereinigung in Ober-Schlesien einverstanden gewesen sein, und dort mancherleiSchwierigkeiten gefunden haben mag, und daß er deswe-gen die ersten Hindernisse, die sich zeigten, benutzt habenmag, um einen Weg einzuschlagen, der ihm leichter schien,und der es auch in der That war. So leicht können dieMotive des Handelns verloren gehen, und der strategischeFaden kann dann für den Geschichtsschreiber auf immerzerrissen bleiben.
Nachdem General Laudon dem Könige den Weg nachNeisse nicht hatte versperren können, blieb er fünf Tagein der Gegend von Münsterberg, verstärkte seine Corpsin Ober-Schlesien mit einigen Regimentern und ging den28 . nach Frankcnstein zurück. Die Verstärkurig des Ge-nerals Bethlem gilt bei allen Schriftstellern theils für eine