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Finte, den König glauben zu machen, man wolle fernerdie Vereinigung in Ober-Schlesien suchen, theils für eineMaßregel zur Sicherung der östreichischen Magazine. DerMarsch am 28. nach Frankenstein hatte also für den An-fang seiner Bewegung nach Nieder-Schlesien gelten sollen;das kann aber nicht sein, denn nachdem der König sichden 30. bis Neustadt hin gewendet hat, geht Laudon den1. August noch einmal über die Neisse, und bis in dieGegend von Weidenau, südlich von Ottmachau. Der Kö-nig war in sein Lager bei Opperödorf, östlich von Neisse,zurückgekehrt; und nun blieben beide ein Paar Tage stehen.Den 3. geht Laudon über die Neisse zurück nach Patsch-kau, den 4. wieder nach Frankenstein.
Von allen Bewegungen Laudon's laßt sich diese amwenigsten erklären. Eö scheint, und wird auch von denGeschichtsschreibern behauptet, er habe sie gemacht, um demGeneral Bethlem zu Hülfe zu kommen. Aber dieser Ge-neral sollte ja nach eben diesen Geschichtsschreibern des Kö-nigs Aufmerksamkeit grade auf sich ziehen, und konnte jaleicht tiefer inö Gebirge ausweichen. Vielleicht erhielt Lau-don am 30. Nachrichten, daß die Russen in ihren Bewe-gungen noch weiter zurück wären, als er am 28. geglaubthatte, und dachte deswegen sich dem Könige wieder mehrnähern zu müssen, um ihn nicht zu früh aufs linke Neiffe-ufer zurückzubringen. Diese Deutung ist aber auch kaumzuläßig; denn nachdem er den 4. zum zweiten Mal dieBewegung links bis Frankenstein gemacht hatte, blieb erbis zum 9., d. h. bis zum letzten Augenblick, in dieserStellung, und wandte sich dann in einem starken Marschnach Kunzendorf und Striegau, ein Paar Tage vor demwirklichen Übergang der russischen Armee über die Oder.
Vom 9. an sind Laudon's Bewegungen wenigstens