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Mittel fand, die postirten Truppen zu umgehen; dies istwichtig, weil eö der Typus aller Gebirgsgefechte ist.
Übrigens waren diese Postirungen, verglichen mit de-nen in Sachsen, von einer sehr großen Dichte; denn dortsind, bei der nämlichen Truppenzahl, die Ausdehnungenwohl doppelt so groß, und der Boden bietet unendlich vielweniger Schwierigkeiten; dagegen war die Zaghaftigkeitund Willenlosigkeit dort bei den untergeordneten Feldherrnauch vielleicht doppelt so groß.
'§. 77.
Des Königs F e l d z u g.
Wir haben bisher nach unserer wahren ganz unbe-fangenen Überzeugung ohne irgend eine vorgefaßte Mei-nung deö Königs Verfahren im Großen immer mit seinerLage vollkommen zusammenstimmend gefunden, so daß alleshinreichend motivirt und ganz natürlich erschien, wenn wiruns in Friedrich dem Großen einen zwar ruhmbegierigen,kühnen, entschlossenen und standhaften Feldherrn dachten,aber auch zugleich einen weisen Fürsten, dessen Blick alleVerhältnisse großartig umfaßt, der sich nur das Thunlichevorsetzt, nie aus dem Gleichgewicht kommt, und bei seinenbeschrankten Mitteln in einer klugen Mäßigung und Ge-wandtheit die besten Wege zum Ziel einschlägt. Der Feld-zug von 1762 ist der einzige, dessen Anlage im Großenwir unter dem Maaße finden, an welches der König un-sern Blick gewöhnt hat.
Zum ersten Mal in seinem Leben sah sich Friedrichder Große in dem Fall, mit einer überlegenen Macht ge-gen die Östreicher auftreten zu können.
Rußland und Schweden treten von der östreichischenVerbindung ab; dadurch entstand eine Art Gleichgewicht