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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Gefangennehmung von 11/000 Mann keinen Ersatz fürdiesen Zeitverlust gefunden haben.

Der König dachte vermuthlich an Breslau im Jahre1757. Aber es muß einem Feldherrn doch als Fehler an-gerechnet werden/ wenn er die Natur der Dinge ganz falschbeurtheilt. Von dem Charakter/ welchen die Vertheidi-gung von Schweidnitz nachher gezeigt hat / mußten sichdoch in den Umstanden/ aus welchen sie hervorging/ schoneinige Spuren offenbaren. Ein tüchtiger Mann wie Guasco/ein ausgezeichnetes Talent wie Gribeauval/ 11/000 Mannausgesuchter Truppen, eine starke Verbesserung der Werkeseit der Einnahme von 1761, ein gut angelegtes Minen-system, das waren alles doch keine Geheimnisse und muß-ten auf das Urtheil ihren gebührenden Einsiuß haben.Wenn die Östreicher Schweidnitz den 22. August überga-ben/ so war es ja fast so gut/ als hätten die Preußen esnie verloren und der König gewann Zeit/ noch etwas ge-gen Glatz oder in Sachsen zu unternehmen.

Aber nicht genug an diesem Mangel vorsichtiger Be-rechnung zeigte der König bald darauf, daß derselbe auseinem ihm besonders eignen Fehler herrührte; denn alsdrei Wochen nach dem ersten Antrag, den 14. September,der Kommandant sich mit der Besatzung zu Kriegsgefan-genen ergeben wollte, schikanirte ihn der König über Ne-bensachen so sehr, daß seine, den 17., 22. und 26. Sep-tember wiederholten Anträge alle verworfen wurden, undso die Vertheidigung bis zum 9. Oktober dauerte. DerHauptpunkt, um welchen sich diese Unterhandlung drehte,war die Erlaubniß, durch einen Offizier die Genehmigungdes Feldmarschall Daun einzuholen, welche der König stand-haft verweigerte. Wenn ein Platz in solcher Bedrängnißist, daß seine Übergabe von einem Tage zum andern erfol-