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gen muß/ wenn eine Bclagerungsarmee so bedrohet iß, baßsie in jedem Augenblick fürchten muß, durch den herbei-kommenden Entsatz, ihre Linien gesprengt zu sehen, dannist eine solche Bewilligung eine moralische Unmöglichkeit;beides war hier ganz offenkundig nicht der Fall/ und soiß auch in der That nicht einzusehen, welcher große Nach-theil aus dieser Sendung hatte entstehen können. EineVerbindung zum gemeinschaftlichen Angriff war ein kaumder Rede werther Gegenstand, da 5. oder 6000 Mann,womit der Kommandant einen Ausfall machen konnte,nichts entschieden haben würden. Man kann sich also desKönigs Hartnäckigkeit kaum anders erklären, als aus einerleidenschaftlichen Bitterkeit, die sich seiner zuweilen bei Din-gen bemeisterte, die zu den untergeordneten gehörten, un-feine großen Verhältnisse kaum berührten.
Der König hatte nach der Einnahme von Schweld-nitz noch an die von Dresden gedacht; da sich die erstereso lange verzog, so blieb zur letzteren auch nicht mehr Zeit;er begnügte stch daher, indem er einen Theil seiner Armeenach Sachsen schickte, mit den Vortheilen, die sein Bru-der indessen dort eingeerntet hatte, d. h. mit dem Besitzvon ganz Sachsen, mit Ausschluß Dresdens und des klei-nen Winkels zwischen der Weistritz und Elbe, mit einerabermaligen Streiferei in Böhmen, wobei in Saatz einziemlich beträchtliches Magazin verbrannt wurde, und end-lich einer ausgedehnten tief in Franken hinein, welche überNürnberg hinausging, und die bald darauf erfolgte Neu-tralität der Reichsstände zum Zweck hatte.
Wir finden also, so vortheilhafr fich dieser Feldzugauch seinen Resultaten nach im Vergleich mit den drei letz-ten ausnahm, daß er doch derjenige ist, in welchem derKönig die meisten Fehler gemacht hat.