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Ankunft der preußischen Verstärkung ein Angriff weniger«»vermuthet gewesen wäre.
Warnery erzählt daß stch beim Corps des GeneralNeuwied/ der königliche Flügeladjutant / OberstlieutenantAnhalt befand/ und giebt dies als den Grund an/ warumder Prinz und Seidlitz stch mit der Schlacht beeilt hät-ten; damit jenem nicht etwa das Verdienst davon zuge-schrieben werde.
So menschlich dergleichen ist/ so ist es doch nichtwahrscheinlich/ daß der Prinz Heinrich/ nachdem er sechsJahre hindurch kommandirt/ und für seinen Bruder eineArt von Puissance geworden war, sich durch einen Ver-trauten so untergeordneter Art in dem Grade hätte impo-niren lasse«/ um sich lieber einer Macht von 15/000 Mannam Tage der Schlacht zu berauben/ als ihn zum Zeugenseiner Handlung zu haben. In jedem Fall müssen wohldie oben angegebenen objektiven Gründe einem zweitägigenAufschub so das Gleichgewicht gehalten habe»/ daß dannein Nebenumstand/ wie der erzählte/ entscheiden konnte.
Wie dem auch sei/ so bleibt immer gewiß/ daß derEntschluß des Prinzen Heinrich aus persönlichen Gründenhervorging/ aber freilich muß man auch sage»/ daß er mitdem allgemeinen Plan nicht im Widerspruch war.
Die Reichöarmee durch die Östreicher bis 49 Ba-taillone und 68 Schwadronen verstärkt/ hatte ihr Lagerbei Freiberg mit dem Rücken gegen die Mulde in einerziemlich ausgedehnten Stellung genommen. Der Prinzgriff sie den 29. Oktober in vier getrennten Kolonnen mit29 Bataillonen und 60 Schwadronen an/ durchbrach dieStellung und warf sie mit einem Verlust von 28 Kano-nen und 4000 Gefangenen über die Mulde zurück.
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