Kriegskunst Unverträgliches floh, weniger vorkam, alsin den neuern Zeiten, wo die weiter geschrittene Ausbil-dung des Krieges sich mit dem Gebirgöbodcn wieder ver-traut machte.
Keine Gebirgssiellung kann so eng und dicht genom-men werden, wie eine Stellung in der Ebene; die Ursa-chen hiervon können hier nicht entwickelt werden, sie sindaber für jeden, der etwas von der Sache versieht, vonselbst ziemlich einleuchtend. Es entstehen daher für Heere,die in der Ebene nicht mehr als einige tausend Schritt,einnehmen würden, Fronten von mehrern Stunden Aus-dehnung. Ferner kann man sich im Gebirge nicht schnellbewegen; inan muß also, was man in der Ebene durchBewegung sichert, im Gebirge durch Posten sichern. Dieseschließen sich rechts und links an die ausgedehnte Stellungan, und so ist gleich eine Art von Cordon, d. h. eine auslauter einzelnen Posten bestehende Aufstellung von drei bisvier Meilen fertig. Dies ist in der Natur der Sache undwird so oft zum Vorschein kommen, als man mit derArmee ins Gebirge geht.
Von dieser Gebirgsaufstellung ist freilich der eigent-liche Cordon noch verschieden, und zwar nicht blos demRaum nach, welchen er einnimmt, sondern auch dem Zweckenach. So lange eine GebirgSsiellung., wie ausgedehnt sieauch werde, keinen andern Zweck hat, als die Sicherheitdes Heeres, welches sie nimmt, und seiner Verbindungs-linien, so lange verdient sie nicht den Namen eines Cordons.Dieser tritt ein, wenn die Deckung gewisser Landstrichedurch eine Reihe von Posten, also durch eine passive Ver-theidigung erreicht werden soll.
Von beiden finden wir in den schlesischen Kriegen