Beispiele genug. In den ersten schlestschen Kriegen deckteder König Schlesien und die Grafschaft Glatz gewöhnlichdurch besondere Corps/ woraus nicht selten cordonartigePostirungen entstanden. Im siebenjährigen Kriege ver-säumten die Östreicher fast nie/ die Eingänge Böhmens/der Grafschaft Glatz und Mährens eben so zu decken.Am ausgezeichnetsten als Cordonkrieg erscheinen die Stel-lungen des Prinzen Heinrich in Sachsen in den Jahren1758/ 1761 und 17d2 so wie der ihm gegenüberstehendenGenerale. Hier war immer der Besitz gewisser Bezirke unddie Sicherung dieses Besitzes durch aufgestellte Posten derZweck/ und die Ausdehnung für seine selten über 32,000Mann starke Armee betrug fünf/ sieben/ zehn ja fünfzehnMeilen. Nur hatten diese Cordons das Eigenthümliche/daß sie in einem Lande genommen wurden/ welches zwarmit tiefen und steilen Thälern durchschnitten/ aber übri-gens nichts weniger als ein Gebirgsland/ sondern flach/zugänglich und offen/ d. h. wenig bewaldet war. Wennvon der einen Seite die Stellungen dadurch an Stärkeverlöre»/ so gewannen die Heere an Beweglichkeit undUmsicht/ wodurch die passive Natur des Cordons ein we-nig verändert wurde.
Beispiele ausgedehnter Gebirgsstellungen/ die aber nichtden Zweck des Cordons hatten/ sind die/ welche die gegen-seitigen Heere in dem schlesischen/ d. h. in dem schwcidnitzerGebirge im Laufe des siebenjährigen Krieges genommenhaben.
Sie kommen vor in den Feldzügen von 1760 nachder liegnitzer Schlacht von Seiten Daun's und des Kö-nigö/ in dem Feldzug von 1761 von Seilen Laudon'ö vorder Vereinigung mit den Russen/ und nach ihrer Entfer-