Buch 
10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
274
JPEG-Download
 

274

bildet bis Bodegraven am Rhein/ von da ohne einen be-stimmten Terraineinschnitt aber durch eine höchst schwierigeGegend nach Amstelveen am harlemmer Meer/ dann längsder Amstel über Oudekerk bis an den Ringöloot/ einemKanal/ der das sogenannte diemer Meer einschließt. Diesletztere ist eine sehr angebaute/ gewissermaßen schon dieVorstadt von Amsterdam bildende Gegend zwischen derAmstel und dem P-Strom. Von diesem Ringöloot/ anwelchem die Duivendrechterbrüg den Hauptübergang macht/geht die Kanalverbindung und Vertheidigungölinie überDiemerbrüg/ in der Richtung auf Wesep fort nach derDiem wo Vinkebrüg den Übergang bildet/ dann längs ei-nem Kanal/ die Gaaöp genannt/ auf Wesep/ wo ste fichan die frühere Linie anschließt. Da diese Linie eine sostark eingebogene Gestalt hat/ so beträgt ihre Ausdehnung/obgleich die Endpunkte Gorkum und Naarden bleibe«/ dochvier Meilen mehr als die vorige/ nämlich zwölf Meilen.

Diese zweite Linie ist eö/ welche im Jahre 1672 denFranzosen widerstanden hat / und in der die Niederländersich in den fünf Hauptposten vön> Gorkum- Schoonhovenmit Nieuwpoort/ Göuda/ Bodegraven und Muyden mitWesep aufgestellt hatten.

- Die Befestigungsmittel welche die Holländer im Jahre1787 an dieser zweiten Linie von Gorkum bis Nieuwer-sluis angewendet hatten/ bestanden darin/ daß sie Schoon-hoven und Nieuwpoort als haltbare mit Wassergräben ver-sehene Städte besetzt/ bei der groeverveller Schleust/ Bo-degraven/ Amstelveen und Oudekerk/ Duivendrechterbrüg/Diemerbrüg und Vinkebrüg aber offene Werke von star-kem Profil auf den Dünen errichtet und stark mit Ge-schütz besetzt hatten.

Als eine dritte Linie kann man die nördliche Hälfte