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gungm kommt, die der Widerstand in bedrängter Lagefordert *). -
3. Das moralische Übergewicht des Gegners.Wenn man bedenkt, daß die preußische Armee im Jahre1787 noch nichts erlebt hatte, was an der innern Überle-genheit zweifeln ließ, die sie im siebenjährigen Kriege sooffenbar bewiesen, daß der Herzog Carl von Braunschweignoch einer der Helden jenes Krieges war, von dessen Feld-herrntalenten man die allergrößte Meinung hatte, daß dieniederländischen Truppen seit dem östreichischen Erbfolge-kriege in keinem Landkriege aufgetreten waren, so wirdman sich wohl überzeugen, daß die öffentliche Meinung nichtblos bei Fremden, Unbeteiligten, sondern bei den Hollän-dern selbst, dem preußischen Corps als Kriegsmacht eineentschiedene moralische Überlegenheit zuschreiben mußte. Einesolche öffentliche Meinung aber bleibt niemals ohne Ein-fluß, sie schwächt Muth und Vertrauen so lange bisglückliche Waffenerfolge anfangen, ihr das Gleichgewichtzu halten. Wenn aber statt dieser Unglücksfalle und Nie-derlagen eintreten, so gewinnt sie bald eine überwälti-gende Kraft.
Es ist natürlich die Wirkung jeder dieser drei nach-theiligen Verhältnisse nicht in einzelnen Begebenheiten nach-zuweisen, sondern man muß sich den unzeitigen Fall derfesten .Plätze, die nachläßige Bewachung und schlechte Ver-theidigung vieler Schanzen , die Desertion der Truppen,das Verschwinden des Grafen Salm, die halben Maß-- i—_ . i.
*) Frankreich ist in seiner Revolutionszeit nie in eine solche Lagegekommen. So überwiegend auch dort die Anhänger der Revolution wa-ren, so würde sich die innere Spaltung doch unzweifelhaft gezeigt haben,wenn man Frankreich im Jahre 1792' statt mit 70,000 Mann mit 200,000angegriffen hätte und dreiß auf Paris los marschirt wäre.