282
der Hand Genugthuung zu verschaffen, seinem Feinde ge-genüber und bei den vorhandenen politischen Verhältnis-sen thun konnte, so kommt es auf folgende drei Gegen-stände an:
1. was man sich als das Ziel des kriegerischen AkteSvorsetzen konnte;
2. welche Macht dazu erforderlich war;
3. wie der Feldherr diese Macht gebrauchen sollte.
Wenn einige 20,000 Mann in einem Terrain, wie
es die Überschwemmungsgegenden darbieten, bei einigen Vor-richtungen überwunden werden sollen, so gehört dazu we-nigstens eine beträchtliche Übermacht. Ja, da man nichtsicher ist, ob man mit der größten Übermacht im Standesein werde, diese Vertheidigungslinien zu überwältigen,wenn man sie in der mäßigen Front angreift, die sie unsdarbieten, so muß man seinen Haupterfolg darin suchen,daß man so viel Land als möglich mit Truppen über-schwemmt und die Feinde entweder nöthigt, ihre Verthei-digungsanstalten viel mehr auszudehnen, und folglich sehrzu schwächen, oder daö übrige Land Preis zu geben undunser Fortschreiten in demselben, wenn auch verhältniß-mäßig mit sehr geringer Geschwindigkeit zu gestatten.Wäre man dann auch wirklich nicht im Stande die Ci-tadelle des feindlichen Widerstandes zu überwinden, sowürde man doch sehr wahrscheinlich, durch den Besitz sobeträchtlicher Gegenden und den Druck, welchen eine be-trächtliche Truppenmasse durch ihr bloßes Dasein daraufausübt, ein hinreichendes Mittel haben, den Gegner zurErfüllung unseres Willens zu zwingen.
Da man französischer Seits keine ernstlichen Anstal-ten zu einer Unterstützung der Holländer machte, welchesman in Berlin wissen konnte, so hatte man sich von daher