schweig ernstliche Besorgnisse hervor, und er hielt es nichtfür unweise, 6 Bataillone unter dem General Gaudi einigeMärsche zurück nach der Gegend von Buuren thun zu lassen.Er glaubte unter den vorhandenen Umständen, wo sich dwVerteidigungslinie des Feindes immer mehr zusammenzogohnehin bei der Natur der Gegend von einer Übermachtkeinen sonderlichen Gebrauch machen zu können. Auf denDämmen schienen größere Truppenmaffen wie ein PaarBataillone mehr eine Last, und wenn die starken Postengenommen werden sollten, so mußte es mehr durch Listund geschickte Combinationen als durch Übermacht geschehen.Von der andern Seite schien cö dem Herzog wichtig,das Clevesche vor etwanigen französischen Streifereien zudecken, namentlich die in Reeö, Wesel und Emmerich lie-genden Magazine zu sichern.
Nachdem der Herzog also auf diese Weise sich um6 Bataillone geschwächt, außerdem aber 2 in Gorkum,1 in Nieuwpoort, 1 in Schoonhoven gelassen und 1 zumGeneral Kalkreuth geschickt hatte, blieben die zweite unddritte Division zusammen noch 8 Bataillone, 3 Schwa-dronen, 2 Jägercompagnien und 4 Batterien stark. Andiesem Tage faßten die Generalstaaten den Beschluß, dieErbstatthalterin zur Rückkehr nach dem Haag einzuladen,wo dieselbe auch den 24. eintraf.
Den 23. September. General Kalkreuth macht inder Nacht einen vergeblichen Versuch auf Wesep, wobei er40 Mann verliert. Man sieht aus der Erzählung, daßdies unter den vorhandenen Umständen und bei der ge-wohnten Leichtigkeit des Erfolgs wie eine wahre Nieder-lage angesehen wurde.
General Eben rückt mit der Avantgarde des linken