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ernannt und schlug die Aufforderung aus. Weil aber dieGarnison unruhig wurde, so reiste er nach Amsterdam, umstch Verhaltungöbefehle zu holen; unterdeß übergab der aufihn folgende Offizier den Platz und trat mit der Garni-son in die Dienste des Erbsiatthalters zurück. Der OberstMatha erfuhr dies in Muyden und blieb nun in diesemPlatz als Kommandant zurück.
Durch den Fall dieser Plätze wurde der Angriff aufdie feindliche letzte Linie nicht wesentlich erleichtert, denndiese lief, wie wir gesehen haben, unabhängig davon hinterdem Ringsloot und der Diom auf Muyden, und selbstwenn dieser Platz fiel, konnte fie sich bei Diemerdam anden Zuydersce anschließen. Jndeffen war Muyden immerein wichtiger Platz, theils wegen seiner Überschwemmungs-schleuse, theils wegen des süßen Waffers, was von da ausnach Amsterdam geht.
In vier Tagen bis zum 30. September geschah nichtsMilitairisches, als daß der Herzog noch 1 Bataillon zumGeneral Kalkreuth schickte, so daß der rechte Flügel nunaus 5 Bataillonen bestand, wovon aber die Besatzungenvon Naarden und Wesep bestritten werden mußten. DerHerzog selbst ließ seine Truppen sich zum 30. dem Punktevon Leymuyden mehr nähern und zog wieder einige Ba-taillone aus Schoonhoven und Nieuwpoort heran, so daßer 8 Bataillone stark blieb.
Die Unterhandlungen dauerten fort. Da sie abernicht zu dem gewünschten Ziel führten und der Herzog in-zwischen die Möglichkeit entdeckt hatte, der feindlichen Ver-theidigungslinie beizukommen, so beschloß er den 30. Sep-tember den Holländern den Waffenstillstand aufzukündi-gen und unmittelbar darauf, nämlich in der Nacht zum1. Oktober, zum Angriff zu schreiten.
Wir