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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Vraunschweig war / sich in diese Angelegenheit verwickelnkonnte, wenn wir nicht voraussetzen könnten, daß man inBerlin von den Rüstungen und dem Geist der Niederlän-der eine sehr kleine Idee gefaßt und mit Sicherheit dar-auf gerechnet hatte, daß ihnen bei dem Erscheinen von25,000 Mann Preußen die Waffen aus den Händen fal-len würden. Wenn wir aus dem Operationsplan des Her-zogs sehen, daß er bei seiner Ankunft am Rhein andersdarüber dachte, so ist das nur eine ganz gewöhnliche Er-scheinung im Kriege. Die ersten Nachrichten, welche manunmittelbar vor der Ausführung eines Planes empfangt,stellen die Sache immer schwieriger dar, als man sie sichfrüher von einem entfernter«, aber höher» und darum mei-stens richtigern Standpunkt gedacht hatte, und als mansie zuletzt wieder in der Ausführung selbst findet. Es istsehr die Frage, ob der Herzog Ende August's nicht gernzurückgegangen wäre, wenn er gekonnt hätte.

Der Erfolg hat die Geringschätzung des Feindes, vonwelcher zuletzt das ganze Unternehmen ausging, gerechtfer-tigt, aber er rechtfertigt das Unternehmen dennoch nicht.Auf die wahrscheinlichen Fehler seines Gegners zu rechnenund feine Entwürfe zu bauen, ist im Kriege nicht alleinerlaubt, sondern in den meisten Fällen nothwendig, aberdoch nur wenn von einem Unternehmen gewöhnlicher Artdie Rede ist, wo das Kriegsglück die Beschämung einesNichterfolges deckt; ein Unternehmen aber, wo man, wennder Gegner das Seinige that, gar nicht zu einem Versuchder Waffen kommen konnte, wo man vorher schon vorder Gewalt der Umstände, nämlich vor den Überschwem-mungen und den französischen Demonstrationen das Paniersenken mußte; ein solches Unternehmen führte gewisser-