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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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5000 gegen Naarden und Wesep, 6000 zwischen Waalund Leck vorgehen zu lassen/ theils um die feindlichen Kräfteauf diesen Punkten/ also in der ganzen Ausdehnung ihrerVertheidigungölinie festzuhalten/ theils um zu versuchen/was man bei der großen Zahl einzelner Posten/ zu welchereine solche Vertheidigung immer zwingt/ gegen den einenoder andern ausrichten konnte. Ein Platz wie Utrecht/der/ wie die Umstände hinterher gezeigt habe»/ und wieman damals wohl wissen konnte/ eine sehr starke Gar-nison erforderte/ mußte eben deswegen auch schon den Ge-brauch eines starken Angrifföcorpö zulassen/ statt daß aufden Dämmen am Leck/ auf welchen ungefähr 10/000 Mann/also die Hauptmacht/ vordrangen/ man eigentlich Nichtwis-sen konnte/ ob man im Stande sein würde/ so viel Trup-pen anwenden zu können.

2. Das Zurücksenden der 6 Bataillone unter demGeneral Gaudi in die Gegenden von Buuren/ um nöthi-gen Falls das Clevische zu decken/ war eine übertriebeneÄngstlichkeit. Am Ende wäre eine französische Streifereinach Eleve/ die doch an sich noch so höchst unwahrschein-lich war/ doch auch keine Hauptsache gewesen/ und die Ma-gazine in Emmerich und Rees, konnten ja leicht nach Weselgeschafft werden. Zweckmäßiger hätte der Herzog dafür denGeneral Kalkreuth mit 3 oder 4 Bataillonen verstärkt.

3. Der Angriff auf Amstelveen ist eine der schönstenUnternehmungen gegen eine Postirung. Der Herzog zeigtsich da wieder in der Eigenthümlichkeit/ womit er als Erb-prinz im siebenjährigen Kriege geglänzt hat. Dieser An-griff verdient taktisch sehr siudirt zu werden. Wegen die-ses letzten glänzenden Schlages kann man den Ruhm/ wel-chen der Herzog mit diesem Feldzuge erwarb, ihm nichtmißgönnen.