Band 
Erster Theil.
Seite
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2 .;

daß die unvollkommene Einsicht deö Falles im allgemei-nen sehr dazu beitragen muß die kriegerische Handlung auf-zuhalten und das Prinzip derselben zu ermäßigen.

Die Möglichkeit eines Stillstandes führt eine neueErmäßigung in den kriegerischen Akt/ indem sie denselbengewissermaßen mit Zeit verdünnt/ die Gefahr in ihremSchritte hemmt/ und die Mittel zur Herstellung eines ver-lorenen Gleichgewichts vermehrt. Je größer die Span-nungen sind aus denen der Krieg hervorgegangen/ je grö-ßer also seine Energie ist/ um so kürzer werden diese Still-stands-Perioden sein; je schwächer das kriegerische Prinzipist, um so länger; denn die stärker« Motive vermehren dieWillenskraft, und diese ist, wie wir wissen, jedesmal einFaktor, ein Produkt der Kräfte.

19. Der häufige Stillstand im kriegerischen Akt entferntden Krieg noch mehr vom Absoluten, macht ihn noch mehrzum Wahrscheinlichkeitskalkül.

Je langsamer aber der kriegerische Akt abläuft, je häu-figer und länger er zum Stehen kömmt, um so eher wirdes möglich einen Irrthum gut zu machen, um so dreisterwird also der Handelnde in seinen Voraussetzungen, umso eher wird er damit hinter der Linie des Äußersten zu-rück bleiben, und alles auf Wahrscheinlichkeiten und Ver-muthungen bauen. Was also die Natur des konkretenFalles an sich schon erfordert, einen Wahrscheinlich-keitskalkül nach den gegebenen Verhältnissen, dazu läßtder mehr oder weniger langsame Verlauf des kriegerischenAktes mehr oder weniger Zeit.

20. Es fehlt also nur noch der Zufall, um ihn zum Spiel

zu machen, und dessen entbehrt er am wenigsten.

Wir sehen hieraus, wie sehr die objektive Natur desKrieges ihn zu einem Wahrscheinlichkcitskalkül macht; nun