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bedarf es nur noch eines einzigen Elementes um ihn zumSpiel zu machen/ und dieses Elementes entbehrt er ge-wiß nicht; es ist der Zufall. Es giebt keine menschlicheThätigkeit/ welche mit dem Zufall so beständig und so all-gemein in Berührung stände/ als der Krieg. Mit dem Zu-fall aber nimmt das Ungefähr/ und mit ihm das Glückein großen Platz in ihm ein.
21. Wie durch seine objektive Natur, so wird der Kriegauch durch die subjektive zum Spiel.
Werfen wir nun einen Blick auf die subjektiveNatur des KriegeS/ d. h. auf diejenigen Kräfte/ womiter geführt werden muß/ so muß er uns noch mehr alsein Spiel erscheinen. Das Element/ in welchem die krie-gerische Thätigkeit sich bewegt/ ist Gefahr; welche aber istin der Gefahr die vornehmste aller Seelenkräfte? derMuth. Nun kann zwar Muth sich wohl mit kluger Be-rechnung vertragen/ aber sie sind doch Dinge von verschie-dener Art/ gehören verschiedenen Seelenkräften an; dage-gen sind Wagen/ Vertrauen auf Glück, Kühnheit,Verwegenheit, nur Äußerungen des Muthes, und allediese Richtungen der Seele suchen das Ungefähr, weil esihr Element ist.
Wir sehen also, wie von Haufe aus das Absolute,das sogenannte Mathematische, in den Berechnungen derKriegskunst, nirgends einen festen Grund findet und daßgleich von vorn herein, ein Spiel von Möglichkeiten, Wahr-scheinlichkeiten, Glück und Unglück hinein kömmt, welchesin allen großen und kleinen Fäden feines Gewebes fort-läuft, und von allen Zweigen des menschlichen Thuns, denKrieg dem Kartenspiel am nächsten stellt.