Band 
Erster Theil.
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weil alle dem Frieden zugewandte Gemüther, deren es injedem Volk und unter allen Verhältnissen immer einegroße Anzahl giebt, sich aus der Richtung des Wider-standes ganz abwenden. Wie dem übrigens auch sei, im-mer muß man mit dem Frieden den Zweck als erreicht,und das Geschäft des Krieges als beendigt ansehen.

Da von jenen drei Gegenständen die Streitkraft zurBeschützung des Landes bestimmt ist, so ist die natürlicheOrdnung, daß diese zuerst vernichtet, dann das Land er-obert, und durch diese beiden Erfolge, so wie durch denZustand, in welchem wir uns dann noch befinden, derGegner zum Frieden vermögt werde. Gewöhnlich geschiehtdie Vernichtung der feindlichen Streitkraft nach und nach,und in eben dem Maaße folgt ihr auf dem Fuße die Er-oberung des Landes. Beide pflegen dabei in Wechselwir-kung zu treten, indem der Verlust der Provinzen auf dieSchwächung der Streitkräfte zurückwirkt. Diese Ordnungist aber kcineöweges nothwendig, und deswegen findet sieauch nicht immer statt. Es kann sich die feindliche Streit-macht, noch ehe sie merklich geschwächt worden ist, an dieentgegengesetzten Grenzen des Landes, auch ganz in's Aus-land zurückziehen. In diesem Falle wird also der größteTheil des Landes, oder auch das Ganze erobert.

Aber dieser Zweck des abstrakten Krieges, diesesletzte Mittel zur Erreichung des politischen Zwecks, in demsich alle andere zusammenfinden sollen: das Wchrlos-machen des Gegners, ist in der Wirklichkeit keines-wegs allgemein vorhanden, ist nicht die nothwendige Be-dingung zum Frieden, und kann also auf keine Weise inder Theorie als ein Gesetz aufgestellt werden. Es giebteine zahllose Menge von Friedensschlüssen, die erfolgt find,ehe einer der beiden Theile als wehrlos angesehen werden